Es gibt einen Grund, warum wir niemals auf Play drücken und uns zurücklehnen. Eine Playlist ist eine Liste — erstellt hinter einem Schreibtisch, ohne Publikum, ohne Energie. Ein Set ist etwas anderes.
Ein Set ist ein Gespräch mit dem Saal. Man liest Gesichter. Man sieht, wann die Energie nachlässt und wann man Gas geben kann. Man spürt, wann ein Klassiker den Unterschied macht und wann man weitergehen muss zu etwas, das niemand erwartet, aber alle hören wollen.
Bei Last Night Group legt Marcel seit über 15 Jahren auf. Nicht weil er Playlists abspielt, sondern weil er die Tanzfläche versteht. Jedes Event ist anders. Die Hochzeit mit 80 Personen auf einem Schloss erfordert etwas anderes als die Firmengala mit 500 Personen im MECC.
Die erste Hälfte des Abends ist entscheidend. Zu hart anfangen und nach einer Stunde hat man eine leere Tanzfläche. Zu sanft und niemand steht auf. Es liegt im Timing. Im Wissen, wann man von loungeartigen Grooves zu den ersten echten Tanznummern wechselt. Im Auffangen des Moments, wenn das Dinner endet und die Stimmung kippt.
Das kann man nicht in einer Playlist programmieren. Das ist Handwerk.
Wir erstellen natürlich einen Musikplan im Voraus. Wir fragen nach Favoriten, No-Go's und der Vibe, die Sie sich wünschen. Aber dieser Plan ist ein Kompass, kein Skript. Am Abend selbst lesen wir den Raum und passen in Echtzeit an.
Das ist der Unterschied zwischen einem DJ und jemandem, der auf Play drückt.